Keine Architektinnen am Bauhaus? Und es gab sie doch!

13. November 2019

 19:00    Düsseldorf

Anlässlich des 100jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses rücken auch die Frauen, die dort studierten, in das öffentliche Interesse. Das ist wichtig und gut so. Doch wer dabei nach Architektinnen sucht, wird enttäuscht. Dabei gilt doch das Bauhaus als bedeutende Architekturschule und als getragen vom Geist der Gleichberechtigung.

Es scheint, als greifen die alten Mechanismen auch heute noch: Frauen am Bauhaus werden als Vertreterinnen der Webkunst und Malerei präsentiert – maximal als Designerinnen von Teekannen und Kinderspielzeug.

Doch es gab Studentinnen, die gegen die Widerstände in der Schule (Innen-)Architektur studiert haben. Einige haben nach dem 2. Weltkrieg mit oder ohne Abschluss in ihrem Beruf gearbeitet und gewirkt. Die Erkenntnis, dass die renommierte Architekturschule nicht nur für männliche „Stars“ wie Gropius oder Mies van der Rohe steht, sondern auch erfolgreiche (Innen-)Architektinnen hervorgebracht hat, ist wichtig für das Selbstbewusstsein von heutigen Architektinnen.

Die architektinnen initiative nw hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Leistung von Architektinnen sichtbar zu machen – für die Öffentlichkeit und als Vorbild für Planerinnen. Seit vielen Jahren präsentieren wir mit der jährlichen Veranstaltung „Vorbilder im Gespräch“ erfolgreiche Architektinnen.

Im Bauhaus-Jahr 2019 möchten wir das Veranstaltungsformat nutzen, um die (Innen-)Architektinnen am Bauhaus zu würdigen und als Vorbilder zu präsentieren. Dazu stellen wir 3 Vertreterinnen in kurzen Portraits von Expertinnen vor. Im Anschluss möchten wir mit den Expertinnen und der erfolgreichen Architektin Frau Roggenkämper darüber sprechen, in wie weit Architektinnen heute immer noch ähnlichen Hürden gegenüberstehen, wie die Frauen damals und was wir aus ihrem Werdegang für uns ableiten können. Die Diskussion wird geleitet von Frau Kleefisch-Jobst.

Veranstaltungstermin: 13.11.2019, 19 Uhr

Veranstaltungsort: Hochschule Düsseldorf, Campus Derendorf, Münsterstraße 156, 40476 Düsseldorf
 Gebäude 4, Raum 04.E.002. (Hörsaal) >> Lageplan

Teilnehmerinnen

  • Dr.-Ing. Mary Pepchinski, TU Dresden (spricht über Wera Meyer Waldeck)
  • Tanja Scheffler, TU Dresden (spricht über Liv Falkenberg)
  • Dr. Ute Maasberg, Architektenkammer Niedersachsen (spricht über Katt Both)
  • Claudia Roggenkämper, hpp Architekten Düsseldorf (Diskussion)
  • Moderation: Ursula Kleefisch-Jobst, Geschäftsführende Generalkuratorin M: AI Museum für Architektur und Ingenieurskunst

Ablauf:

  • Begrüßung
  • Vorträge über Architektinnen (jeweils ca. 20 Minuten)
  • Anschließend: Podiumsdiskussion über Parallelen und Unterschiede zur Situation heutiger Architektinnen
  • Ende: ca. 21:30 Uhr, Ausklang bei Wein und Snacks

Eintritt: 

  • Mitglieder der ai nw haben freien Eintritt
  • alle anderen: 20 Euro, Studierende: 10 Euro

Für die Veranstaltung werden zwei Fortbildungspunkte anerkannt. 



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