Lebendige Berufspolitik auf der Vertreterversammlung

Finanzielle Transparenz sowie eine stärkere Nachwuchswerbung schon in Schulen waren unter anderem zwei Themen für die sich unsere Vertreterinnen mit Anträgen auf der Vertreterversammlung stark machten. Andere Anregungen aus vergangenen Jahren tragen nun Früchte.

Baukultur betont: Ministerin Scharrenbach und Kammerpräsident Uhlig sind sich einig

Thema der Vertreterversammlung am 10. November in Münster war „Baukultur und Identität“. Sowohl die Gleichstellungs- und Bauministerin Ina Scharrenbach als auch der Kammerpräsident Ernst Uhlig betonten in Ihren Reden die Relevanz von Baukultur. Sie soll in den kommenden Jahren weiter gefordert und gefördert werden.

Die Ministerin kündigte eine Überarbeitung der baupolitischen Ziele des Landes an. Ein Vorhaben, das vom Kammerpräsidenten begrüßt wurde und bei dem er die Mitwirkung der Kammer anbot. Weitere Schwerpunkte ihres Grußwortes waren die Eröffnung des neuen Baukunstarchivs und die am 1. Januar 2019 in Kraft tretende Landesbauordnung.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Beiträge findet Ihr auf der Seite der Architektenkammer

Junge Planer umworben: Neue Kampagne – auch auf Betreiben der ai nw

Zudem wurde über die im November 2018 gestartete Kampagne „Junge Planer“ berichtet. Bereits 2015 brachte unsere Vorsitzende Katja Domschky das Thema in den Vorstand der Kammer ein. Nicht nur deshalb freuen wir uns besonders über das Engagement der Kammer. Mehr zur Auftaktveranstaltung in Dortmund findet Ihr auf der Seite der Architektenkammer

Anträge lebhaft diskutiert: lebendige Berufspolitik – auch dank ai nw

Nach so viel Harmonie wurde es lebhaft. Viele Anträge führten zu kontroversen Diskussionen mit zum Teil sehr knappen Ergebnissen.

Einstimmigkeit herrschte beim gemeinsamen Antrag von der ai nw und dem BDLA zur Entwicklung neuer Formate für die Nachwuchswerbung in Schulen. Ursprünglich nur auf Landschaftsarchitektur zugeschnitten, wurde er auf alle Fachrichtungen erweitert und einstimmig beschlossen. Die Architektenkammer wird sich dafür einsetzen, dass die Themen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung verstärkt im Schulunterricht Berücksichtigung finden.

Anders verhielt es sich mit dem Antrag der ai nw nach mehr Transparenz und einem verantwortlichen Einsatz der Mitgliederbeiträge der AKNW bei der Vergütung von Ehrenamtsbezügen. Dieser wurde abgelehnt.

Des Weiteren hat die VVS auch zwei wie wir finden zukunftsweise Anträge zum Thema Öffentlichkeitsarbeit abgelehnt. Weder das Thema Überprüfung der Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen, noch des Tages der Architektur werden von der AKNW aufgegriffen. Auch hier wurden keine Mehrheiten gefunden. Wir bedauern das und danken den engagierten Antragstellern – sowie unseren Vertreterinnen. 

 

Vertreterversammlung: Was ist das und welche Rolle hat sie?

Die Vertreterversammlung (VVS) wird alle fünf Jahre von den 31.000 Mitgliedern der Architektenkammer NRW (AKNW) gewählt. Sie wird daher auch Architektenparlament genannt.

Das oberste Organ der AKNW zählt 201 Mitglieder. Sie kommen mindestens einmal pro Jahr zusammen, um den berufspolitischen Kurs der AKNW zu bestimmen.  Zudem wählt die VVS Ausschüsse zu berufspolitischen Themen, den Vorstand sowie den Präsidenten oder die Präsidentin.

2015 wurde die XI. Vertreterversammlung (VVS) gewählt. Die Kolleginnengruppe der architektinnen initiative nw ist mit 15 Sitzen die fünfstärkste Fraktion.  Seit 2010 sind wir auch im Vorstand der AKNW vertreten.

Im Arbeitskreis Berufspolitik der ai nw treffen sich die gewählten Vertreterinnen und interessierte Mitglieder. Dort werden der gemeinsame Kurs abgestimmt und Anträge formuliert, die dann in der Vertreterversammlung gestellt werden. Mehr zu unserem strukturellen Verhältnis zur AKNW findet Ihr in unserem Organigramm auf Seite 2.

2020 wird das Architektenparlament neu gewählt – und wir wollen wieder stark vertreten sein. Macht mit und verleiht den Architektinnen, Innenarchitektinnen, Landschaftsarchitektinnen, Stadtplanerinnen und Bauingenieurinnen eine starke Stimme. Bei Interesse einfach eine Mail an berufspolitik@ainw.de schreiben.